Freitag, 13. August 2010

DVD-Quick-Review | 9

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Von Tim Burton ("Batman") and Timur Bekmambetov ("Wanted") produziert und von Shane Acker inszeniert bekommt man einen herrlichen Mix aus "Matrix" und "Terminator". Hier ist düstere Endzeit-Action angesagt und die ist keinesfalls für die Kleinen unter uns. Ein Animationsfilm für Fans des Genres und vor allem für die Älteren unter uns. Es ist ein dreckiger Film, der viel Wert auf eine düstere Atmosphäre legt. Und die ist bis zum Schluss gegeben. Auch die Effekte habens in sich.

Diesem Film merkt man sehr stark an dass Tim Burton die Fäden gezogen hat - und dieses mal ist das Einmischen des Produzenten kein Fehler gewesen :-)

by Knaxi 

 8 / 10 

DVD-Quick-Review | Vengeance

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Johnny To's warmherzige Gangsterballade "Vengeance" mit seinen traditionell aussergewöhnlichen Schusswechseln in "poetischer" Zeitlupe übertrifft samt der französischen Kultikone Johnny Hallyday zwar nicht ganz "Exiled", ist aber ebenbürtig mit seiner unkonventionellen Leidenschaft vereinbar, seine Filme wie Blätter voller Gedichte durch sein selbstfabriziertes, kugelgeschwängertes Chaos rieseln zu lassen. Wieder ein echter Geheimtipp, der mit der bekannten To-Besetzung (Wong Chau-Sang and Yam) nun diesen äusserst interessanten Franzosen an der langen Leine hat. Wertvoll!

by Hazard

 10 / 10 

Mittwoch, 28. Juli 2010

Book-Review | Punktown

 

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Autor: Jeffrey Thomas

Nun gut, Sie kennen Clive Barker... zumindest vom Hören, und vielleicht etwas genauer von den unheimlich großen Portionen "Leiden" die er in seine seelenlos-guten Horrorkunstwerke verarbeitet. Und Sie bewundern natürlich auch Phillip K. Dick, hier hoffe ich doch vom Lesen und Huldigen seiner tiefgreifenden Eindrücke als Science-Fiction Autor, die er in unserer Welt, nein warscheinlich schon im ganzen Universum hinterlassen hat. Beide sind Autoren, die es schaffen uns nach unseren eignen finsteren Abgründen zu sehnen - oder zumindest unsere dunkle Seite zu entfesseln, aber auch nach erlösender Hoffnung und Wissen zu schmachten. Der reine Unterhaltungswert verblasst hierbei schon, denn diese Inhalte gehen meistens ungehindert in Hirn und Gen des Lesers über = DNA-Pflege. Der eine eben sehr "fleischeslustig" und poetisch, der andere sehr zynisch und unerträglich zukunftsweisend.

Apropos Zukunft...
Was ist mit Jeffrey Thomas, diesem jungen, sehr aktiven Autor der mit seiner fiktiven Stadt "Punktown" schon viel mehr als nur ein bisschen Aufmerksamkeit erregt hat? Seine Palette als fantastischer Schriftsteller reicht weit über das übliche Spektrum von Fantasy, Horror und Science-Fiction hinaus. Aber Obacht, seine Energie lässt sich entweder sanft leuchtend in seinen Zwischenzeilen nieder oder brennt sich gnadenlos ins Gedächtnis ein. Aber er legt nicht einfach nur die Drähte der verschiedenen Genres gekonnt zusammen, sondern formt sich seine eigenen, fantastisch-groteske Zukunftsversion seinem überfüllten, alien- und mutantenvereuchten Hexenkessel "Punktown" auf einem Planeten namens "Oasis" der ursprünglich von der Rasse der Chroom bewohnt wurde.

"Punktown" ist eine geheimnisvolle aber auch sehr verruchte Stadt welche vormals "Paxton" genannt wurde, bevor sich aus dem "Zusammenleben" verschiedener menschlicher und ausserirdischer Rassen nur noch ein "Überleben" herauskristallisiert hatte. Und in so einem Ballungsraum, in dem sich sprichwörtlich Menschen und Auserirdische anziehen, vermischen oder meistens einfach nur an die Gurgel gehen, ist eine Kulturkrise so gut wie vorprogrammiert. Und genau diese zarten bis mittelschweren Details persönlicher Denkweisen, Rituale und Vorurteile seziert Thomas in orginellster Weise - übertragbar auf alle heutigen und zukünftigen Ereignisse. Siehe seine Geschichte "Das Spiegelbild von Geistern"... eine sehr zynischer Angriff auf die Macht von Geld und moralischer Abwesenheit auf die Kunst und das immer größer werdende Thema "Klonen". Oder in dieser, "Die Monster" bei der Grenzen der Familienehre überschritten werden, auf einer sehr bizarre aber nicht weniger reale Weise.

Auch filmisch wertvoll?
Absolut! Es ist keinesfalls abwägig zu behaupten das Thomas mit seinen kleinen Meisterstücken etwas von der Aura von Filmen wie "Blade Runner", "Sin City", "Naked Lunch" und feinen Priese "Alien Nation" in einem großen Filmfreund wie mir neu erstrahlen lässt. Dies nur als waage, mir bekannte Vergleichswerke im Bereich Zelluloid. Natürlich vergreift sich seine Fantasie niemals an diesen Originalwerken, sondern gebärt seine eigenen, fantastischen und zugleich wahrlich erschreckenden Inhalte. Der Schreibstil wirkt niemals gekünstelt und aufgesetzt, also das was manch anderer Autor in seinem lethargischen Ruhmgehabe absondert, sondern verliebt sich in makabere Details und Situationen bei denen der Leser selbst sofort Feuer fängt... oder erschaudert - spätestens wenn er bemerkt wie geschickt Thomas mit unseren ureigenen, dunklen Fantasien spielt. Er verbindet nicht nur ungeahnt skurille und schreckliche Wesen, unkonventionelle Situationen und Schauplätze miteinander... nein, seine Fantasie übermittelt jede einzelne seiner Geschichten nicht nur als blasses "Hologramm", das leicht wieder in Vergessenheit gerät, sondern unangenehm detailiert und sehr einprägsam. Wie z.B. in seiner Geschichte "Bibliothek der Leiden". In der ein Ermittler die Bilder (über ein Implantat erhält er eine Art fotografisches Gedächtnis) der Greueltaten mit unzähligen Leichen nicht mehr verkraften kann.

Thomas ist ein Schriftsteller der sich nicht nur passiv mit seinem Beruf befässt, das spürt man schon in den ersten Zeilen seiner Geschichten. Und das ohne seine aktive Ader selbst in exzentrische Höhen oder gar epischen Ausmaßen hochzuhieven. Es sind einfach diese kleinen, dreckigen und unwiederstehlichen Geschichten die einen faszinieren und einen Klassiker ausmachen. "Punktown" ist die originellste und schauerlichste Safari die ich bisher in einem einzelnen Büchlein durchstreifen durfte. Und es bleibt nicht nur bei einem kurzen Aufenthalt, denn diese Stadt zieht einen nicht nur gnadenlos in seinen Bann - nein sie ekelt, überrascht und kritisiert den fehlgeleiteten, menschlichen "Fleischklops" in uns (aber auch und gerade das exotische, ausserirdische Pendant) auf eine Art und Weise die jedem Leser die Haare zu Berge stehen lässt. Thomas schafft es seine poetisch wertvollen, tiefgreifend düsteren und nachdenklichen Geschichten einen solchen Enthusiasmus zu untermischen das sein Gesamtwerk als extrem vielschichtige, ätherische Erscheinung durch unser Universum schwebt... sozusagen. Kommt man ihr allerdings zu nah, und das passiert auf jeden Fall (weil er unsere Neugierde wie schwarzes Loch anzieht) folgen sehr, sehr unangenehme Albträume. Hier schreibt ein Opfer. ;)

Egal welchen Weg Thomas in Zukunft beschreitet, es bleibt immer ein einzigartiges Erlebnis mit "ungeklonter" Abwechslung, mit mehr als nur filmreifen Figuren und Inhalten. Einige Segmente, so finde ich, hätten allerdings schon längst verfilmt werden sollen (so etwas wie ein Cronenberg muss her) und bei anderen ist eine Verfilmung schier unmöglich. Kompliment. Die größte Errungenschaft von Thomas ist, das er sich als Schriftsteller nicht auf eine chirurgische Weise seiner Materie annimmt, sonst würde diese bestimmte Leidenschaft fehlen, sondern er bearbeitet seine "federführende Saat" als ein Künstler, mit tiefgreifender Poesie und orginellen, schaurig-guten Ideen.

Thomas bietet ein wundersames Potpourri über das Leiden, Leben und Lieben von Menschen, Aliens, Robotern und Mutanten. Und nein es handelt sich um keine dieser festgefahrenen, oberflächlichen, klischee-bezuckerten Einblicke in wachsweiche Horrormärchen oder Science-Fiction-Schundromanen, sondern eines fiktiven Ortes voller einzigartiger, kranker, wahnsinniger, religiöser, irrgeleiteter, verruchter und vorallem sehr leidenschaftlicher Individuen (oder eben einzigartiger Klone). Welche Leidenschaft einem da persönlich vorschwebt ist allerdings oft fern jeglicher moralischer Ettikette. Es gibt Stellen da dreht es einem den Magen um. Seine vielseitigen Charaktere, angefangen von Künstlern, Chirurgen, Klonen, Missionarinnen, Gangstern und vielen mehr, sind nicht einfach nur durchschnittliche Figuren für einzigen Zweck (zumindest nicht ausserhalb der Geschichte) auf Papier gepresst, sondern erfüllen durch ihre Fehler, Fehlfunktionen und Fehlbildungen mehrere, unbequeme Ziele oder Denkanstösse die aus "Punktown" eben ein großes, wucherndes Geschwür sehr interessanter "Leidensgenossen" machen.

Bei diesen 15 einfalls- sowie einflussreichen Erzählungen würde man im Bereich Film jedenfalls glatt den Begriff "Episodenfilm" komplett in den Mund nehmen... doch ich darf doch bitten! Hier geniesst man diese kleinen aber sehr feinen Happen in seiner reinen, schmackhafter Leseform mit einer grandiosen Auswahl an denkfähigen Lebensformen, seelenverätzender Rituale und tiefschürfender Moralvorstellungen. Folgt nun also eine Geschmacksexplosion? Ich will doch mal schwer hoffen. Alle Sonnensegel sind jedenfalls gesetzt - für eine "Molekularküche" die allen Variationen von Fleischeslust, Gewalt und anderer unkonventioneller Leidenschaften eine neue, wenn auch erschreckende Form gibt. "Punktown" ist nicht nur sehr empfehlenswert für Geniesser exotischer Lebensformen und Geschichten mit Albtraumgarantie, sondern man spürt das Jeffrey Thomas hier etwas mit seiner ungezähmten Leidenschaft köchelt, das sich in jedem anderen Genre verkriechen und schmackhafte Eier legen kann. Guten Appetit!

Jeffrey Thomas (Leiden-) schafft wirklich erstaunliche Mutationen.
Eine absolute Empfehlung!

review by Hazard

Samstag, 10. Juli 2010

Music-Review | How to Destroy Angels

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Trent Reznor, ein Mann, nein nennen wir ihn lieber diese unheimliche, aber geniale Maschine hinter der vielseits bekannten Band "Nine Inch Nails" läd unsere nur allzumenschlichen Lauschmuscheln endlich wieder zu einer klangvollen Demontage ein.

"How to Destroy Angels" ist vergleichsweise zu seinen früheren Werken vordergründig etwas weicher, die gesamte Kraft und Wirkung dieses neuen Sounds ist allerdings wieder sehr nachhaltig geblieben. Synthetische Chöre, kastrierte Bässe und diese zarte Priese weiblicher "Zugluft" wirken sehr stimmungsvoll miteinander, keinesfalls gegeneinander. Auch optisch bekommt der erstklassig-düstere "Alternativ-RocksoundBlaster" mit seiner Frau Mariqueen Maandig einen großen positiven Schub, vorallem wenn man sich dem gar köstlichen-finsteren Musikvideo "The Space Inbetween" öffnet. Aber gerade ihre zarte und passenderweise "engelsgleiche" Stimme, die Reznor mit all seinen musikalischen Mitteln (dem unvergleichbaren Taktwerk von skurrilen Tönen aus fast schon Spieleklassikern bis vielleicht "Depeche Mode" entnimmt) zu bändigen und zerschnippeln versucht, klingt unerschüttert durch das zeitweise Gewitter aus verschiedenen Klangdimensionen. Für mich sind "A Drowning", "Parasite" und "The Space Inbetween" jedenfalls schon kleine Meisterwerke.

So eröffnet "How to Destroy Angels" einen vorerst zahmen, musikalischen Kampf zwischen Reznor/Ross (die schon zusammen in "Nine Inch Nails" an ihrer bekannten, hasserfüllten "Maschinerie" gearbeitet haben) gegen den zerbrechlichen Engel - seiner Frau Maandig. Ein eleganter Angriff auf geniesserische Lauscher, der sich bei fast jedem der 6 Titel steigert. Besser gesagt ist wohl "akustisch aufüllt" und im gleichenbleibendem Tempo ein gänsehaut-reifes Finale bietet. Also nach dem erstem Hören und nun endgültigem Hinhören bin ich mir sicher das auch dieses akkustisches, weibliches "Implantat" Reznor's neuer Band sehr geholfen hat auf eine relativ neuen Schiene zu kommen. Gerade wenn auf diesen Gleisen sein persönlicher Engel steht, den er mit seiner unstoppbaren Klanglokomotive unbedingt zerstören möchte. Hört selbst rein, und lauschet dem Engelchen, während der alte Reznor etwas entgleist - auf eine sehr positive Weise.

How to Destroy Angels - Webpage

by Hazard

Freitag, 9. Juli 2010

Book-Review - Der Herr der Finsternis

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Es ist kein Geheimnis das Sergej Lukianenko (einfach prozentual an meiner mickrigen Buchsammlung gemessen) mein Lieblingsauthor ist und auch wohl lange bleibt. Der pfeiferauchende Herr mit dem leichten Waschbärbauch (was bei Schriftstellern ja bekanntlich nicht so unüblich ist - gemeint ist die Pfeife) beflügelt einen mit seinem Dunst aus Weisheit und Ironie immer wieder. Auch in diesem, seinen Werk "Der Herr der Finsternis" das ich, soweit ich googeln kann, nun als Neuauflage erwischt und neuentdeckt habe.

Lukianenko ist bekannt dafür seine "Normalotypen" in scheuslich-gute Abenteuer zu katapultieren um sie dann mit neuentdecktem Stolz und Mut auf ihr eigentlich unvermeidbares Schicksal zu stürzen. Natürlich schafft man das nicht als Edelmann oder gar als Held, sondern nur als Mann oder Kind der Mitte. Am Besten als Russe, der wie jeder andere Staatsbürger seine Laster und Probleme hat! Sich aber seine liebenswerten Laster einzugestehen und direkt auf seinen Protagonisten zu projezieren hatte für mich schon immer etwas Magisches und Lebendiges. Auch hier beginnt die Geschichte mit dem Satz "Die ganze Geschichte passierte eigentlich nur, weil ich krank geworden war". Nie beginnt eine seiner Geschichten weiss und nunja vorgegebleicht, nein immer liegt irgendwo der Hund - in dem Fall die Katze - vergraben. Interessant war für mich nachträglich, das "Der Herr der Finsternis" ein Jugendroman ist, aber auch da viele Spuren seiner wertvoll rebellischen und intelligenten Ader hinterlässt.

"Der Herr der Finsternis" handelt über das nicht nur "augenscheinlich" düstere Abenteuer des Jungen Danka der mit Hilfe eines kleinen und besonderen Partners, der aus sogenanntem "wahrem Licht" besteht, in eine neue Welt gelangt und keine Möglichkeit zur Rückkehr findet. Tatsächlich gibt es in dieser merkwürdigen Welt kein Licht, es wurde "verraten und verkauft". was die ganze Misere noch spannender und schauriger macht. Hier gibt es die guten "Flügelträger" und die bösen "Freiflieger". Der für mich schon natürliche, russische Charme der einstweilig ein bisschen übersättigt und kampflustig durch den Protagonisten wirkt, sollte einen bei diesem Jugendbuch nicht stören. Die Metamorphose vom normalen "Menschenkindlein" zum "Flügelträger" stolpert nunmal nicht, sie fliegt bei knapp über 400 Seiten einfach davon.

Fazit:
"Der Herr der Finsternis" ist eine packende Fantasy-Flugstunde über Freundschaft an verschiedenen Fronten, Vertrauen und Verrat. Passend, aber nicht klischeehaft übertragen auf das Licht, die Dämmerung und die Finsternis. Mit diesem "kleinen Hobbit" oder "Harry Potter" (wie es einem beliebt) a la Lukianenko werden sich selbst die großen "russophilen" Fans der immer etwas quirligen, gegen den Strom schwimmenden, "vodkabetriebenen Schreibmaschine" eine Freude machen.

Hazard

Dienstag, 21. Juli 2009

DVD-Review - Street Fighter: The Legend of Chun-Li

Review | written by Hazard | 21.07.2009


Als hätte Andrzej Bartkowiak nicht schon genug Mühe sich seit "Doom" als polnisches "Uwe Boll-Plagiat" beschimpfen zu lassen. Tja, seit dem er sozusagen mit Handkantenhero-Steven Seagal in der "Low-Quality-Arena" gestartet ist, kommt er nicht mehr von seiner schiefen Laufbahn (Endstation: Schwarzes Loch des Produzenten) ab... vom Kino nach Direkt-2-DVD, coming soon! Die Produzenten haben ihm mit seinen neusten Machwerken wirklich das Rückrat gebrochen! Club-Mucke, dumme Sprüche, Schwachsinnshandlung, Miniaturmoral, Untertitel... Untertitel?! Seit wann habe ich Bock die bei so einer Art Film zu lesen?

Den einzigen Grund diese Oldschool-Attrappe (dann wirklich lieber JEDER Van Damme Film!) guter, dumpfer Faustkampfaction der 80er Jahre anzusehen mag wohl an dem hier etwas abgemagerten "Smallville"-Mäuschen Kristin Kreuk zu liegen. Peinlich sind Auftritte von Langhaar-Dackel Taboo der "Black Eyed Peas" als Vega (der mit den spitzigen Gichtgriffeln), der für seinen Unter-1-Minute Auftritt sicherlich viel zu viel Knete bekommen hat. Viel schändlicher ist allerdings das der "echte", übertrieben-trashige "Street Fighter" mit jenem belgischen Schnitzelklopfer und Papp-Kostümen (der lobenswerterweise auf alle wiederlich moralischen Anspielungen und Realismus verzichtet hat) schon wieder sowas wie ein Meisterwerk (für lustigen Abende) darstellt.

In keiner einzigen Sekunde des Films kommt auch nur ein Funken das Gefühl auf einer Spiele-Verfilmung beizuschlafen... das ist krank, dagegen gibt es kein anderes Gegenmittel als die Fernbedienung wie einen Maiskolben anzuknabbern in der Hoffnung irgendwann den "AUS"-Knopp zu aktivieren. Und wisst ihr wie sich diese Krankheit nennt? "Boll-chewismus" *muhaha-schlecht*! Hier gehen alle erhabenen Momente (= Interessante Fights, ich meine ich will doch nur Fights in exotischen Lokations!) und Details die den ganzen "Street Fighter"-Hype überhaupt interessant gemacht haben verloren, oder sind so seicht verändert worden (um irgendeine bescheuerte Rachefeldzug-Handlung zusammenzuschustern) das sie jeden asiatischem Gangster-Gendarm-Thriller verspotten. Allein die Darsteller... wie z.B. Chris Klein, eigentlich ein Underdog-Prinz der herben Comedy... hier so scheusslich als schmieriger Cop - ich konnte nicht mehr hinsehen! Das sind einfach nur Momente des Schreckens, gemacht für Preise deren Vorbilder hmmm Waldfrüchte sind!

Fazit:
Wenn bei einem Titel namens "Street Fighter" nicht mal mehr Platz für unfreiwillige Komik bleibt ist der Ofen aus! Haben wir nicht genug von den bitterernsten Kloppstreifen der 80/90er-Jahre? Und hat es jemals was gebacht eine Spieleverfilmung durch faule Pseudo-Handlung aufzuwerten? Ich meine selbst wenn die Handlung auf höchstes "Watchmen"-Niveau hochgepuscht wird, kämpft man immer noch gegen die Duftmarke eines Prügelspiels an und sollte den Fans geben was sie erwarten. Mies, sowas von einem Typen wie mir zu hören, der Mainstreamschnodder gern mit Bierchen belächelt und quält, aber man sollte diesem "Kindheitsgefühl" das uns Capcom beschehrt hat irgendwie filmisch umsetzen können und sich damit an gewisse Regeln halten. Und diese waren samt Erwartungen sicherlich nicht hoch gesteckt! Warum nicht einfach den "richtigen" Weg gehen und es richtig krachen lassen wie in "Dead or Alive"? Hier übernimmt Bier und Minibretzel die Handlung!

Freitag, 5. Juni 2009

Huckworld wählt grün... aber nur in Sachen Tricktechnik - Postproduction plus Greenscreen

written by hazard | 05.06.2009

Freunde, Bekannte, nähere Bekannte und mir total Unbekannte (aber sehr gern gesehene, zumal sie oder du das hier gerade liest - auch wenns inhaltlich bewusst so nahrhaft ist wie Eimer Klo ist). Wir benutzen seit "neustem" das Greenscreen-Verfahren um unsere pickeligen Ärsche optisch reinrassig in vorwegs aufgenommenes Bildmaterial zu lenken. Die ersten Tests verliefen zufriedenstellend, lediglich an Beleuchtung, knitterfreie Baumwolloberfläche (danke für den Tipp, Onkel Shape :D) und schönen Menschen hakt es noch ein bisschen. Das Verfahren selbst hab ich mir schon lange eingebläut... gegrünt und ist mir persönlich ja nix neues. Nur das eben 30 Scheine für eine 3x3 Meter lange Stofffläche aus unserem Geldbeutel verunglückt ist. Klaro, was unser Budget für den Film natürlich arg in die Höhe getrieben hat! :P Vielleicht send ich euch hier später noch ein paar Bilder aus weiteren Testverfahren... wenn ich mich nicht in der grünen Rolle verhake und die Treppe runtersplattere. Dann verbrennt mich bitte mit diesem Wollwerk des Bösen :D

So denne... Have fun, have Gun! Aber bitte nicht im echten Läben... Paintball und virtuelle Knatterzocks dringend bevorzugt! ;) Over & Kraut, Hazard of Huckbros